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Mantrailing: Biologische Ortung mit Personenspürhunden

Der Mantrailer sucht, anders als der Trümmer- oder Flächensuchhund, immer eine ganz bestimmte Person. Er erhält den Suchauftrag anhand eines Gegenstandes, an dem optimalerweise nur der Geruch der vermissten Person haftet. Die Suche beginnt meist dort, wo die Person ganz sicher das letzte Mal gesehen wurde oder vermutlich losgegangen ist. Der Hund sucht die Person anhand ihrer individuellen Duftspur.

 

Mantrailer bereiten in der Regel den Einsatz von Flächensuchhunden vor: Sie ermitteln mit Ihrer Arbeit den Verschwindepunkt der gesuchten Person, ab dort werden dann die Flächensuchhunde eingesetzt. Aus diesem Grund werden qualifizierte Mantrailer überregional und organisationsübergreifend eingesetzt. Mantrailingergebnisse, die nicht direkt zum Fund der vermissten Person führen, werden in der Regel durch mehrere Mantrailing-Teams verifiziert.

 

Jeder Mensch gibt ständig winzige Hautschuppen ab. Diese sind mit den Bakterien der individuellen Hautflora des Menschen behaftet und geben einen einmaligen Geruch ab. Die in dieser Suchart ausgebildeten Hunde verfolgen die Spur des Menschen anhand dieser mikroskopisch kleinen Zellverbände. Sie können sie von der Spur anderer Menschen unterscheiden und ihr auch durch bewohnte Gebiete folgen. Witterung, Untergrund, Wind, Alter der Spur bestimmen neben vielen weiteren Faktoren den Schwierigkeitsgrad der Aufgabe und beeinflussen so die Wahrscheinlichkeit, ob der Hund den ihm gestellten Auftrag bewältigen kann oder nicht. Hunderassen, die genetisch bedingt über mehr Riechzellen verfügen, haben hier Vorteile.

 

Die Ausbildung ist sehr umfangreich. Neben den Schwierigkeiten, die dem Hund auf der Spur begegnen, muss sichergestellt werden, dass der Hund nur die aufgezeigte Spur verfolgt. Auch unter Ablenkung muss der Hund in der Lage sein, die richtige Person anhand des Geruchsbildes zu identifizieren. Er muss zeigen, wenn er die Spur verloren hat oder die Spur auf einmal endet (Person ist in ein Transportmittel wie Bus oder Auto gestiegen) oder es am angesetzten Punkt gar keine Spur von der vermissten Person gibt. Ablenkungen wie Personenverkehr, andere Hunde oder Wild dürfen ihn nicht an der Erfüllung seiner Aufgabe hindern.

 

Auch der Hundeführer muss sich intensiv mit und ohne seinen Hund weiterbilden. Neben Kenntnissen über Thermik und Witterungseinflüsse muss der Hundeführer seinen Hund ausgesprochen gut "lesen" können, um sich im Einsatz auch voll auf ihn verlassen können.